Stadt Luzern will bei regionalem Sozialinspektor bleiben

Der Stadtrat will keinen eigenen Sozialinspektor zur Aufdeckung von unrechtmässigen Sozialhilfebezüger einsetzen. Dies hatte die SVP gefordert.

Die regionale Lösung mit dem Sozialinspektor von Emmen habe sich bewährt, schreibt der Stadtrat. Deshalb sei die Anstellung eines eigenen Inspektors nicht «vordringlich». Falls nötig, könnten auch private Detektive eingesetzt werden.

Der Emmer Sozialinspektor arbeitet zu 20 Prozent für die Stadt Luzern. 2011 erhielt er von der Stadt sieben Aufträge. Drei Mal konnte er einen unrechtmässigen Sozialhilfebezug beweisen. Insgesamt handelte es sich um 53'000 Franken.

Einsatz nur bei schwierigen Fällen

Die Stadt setzt den Sozialinspektor nur bei Fällen ein, in denen ein erheblicher Verdacht besteht. Mit den normalen Kontrollmechanismen würden die Sozialen Dienste mehr Fälle von unrechtmässigem Sozialhilfebezug aufdecken, schreibt der Stadtrat weiter.