Stadt Luzern zahlt für Gütschbahn

Die Luzernerinnen und Luzerner bezahlen 1,73 Millionen Franken an die Sanierung und den Betrieb der Gütschbahn. 54 Prozent der Stimmenden haben den Kredit befürwortet. Das Referendumskomitee ist enttäuscht.

Hotel Gütsch

Bildlegende: Die Bahn zum Château Gütsch soll dank der Finanzspritze der Stadt Luzern schon bald wieder fahren. Keystone

14'459 sagten Ja, 12'127 Nein zum 1,73-Millionen-Franken-Kredit für die Sanierung der 2008 stillgelegten Schrägbahn zum Hotel Gütsch. Die Stadt übernimmt damit gut die Hälfte der auf rund 3,2 Millionen Franken vorangeschlagten Sanierungskosten und greift damit der Gütsch-Besitzerin um den russischen Milliardären Alexander Lebedev unter die Arme.

Gegen die Kostenbeteiligung der Stadt hatten die FDP und CVP das Referendum ergriffen. Die beiden Parteien wollten nicht, dass mit öffentlichen Geldern die private Hotelliegenschaft erschlossen wird. In einer Mitteilung zeigten sie sich enttäuscht über das Resultat. Nun sei die Stadt in der Pflicht. Sie müsse dafür schauen, dass die Bahn auch tatsächlich den Betrieb wieder aufnehme und der Vertrag mit der Château Gütsch AG eingehalten werde.

Erfreut über das Abstimmungsresultat ist der Stadtrat. Die Gütschbahn sei nicht nur für das Hotel und das Restaurant Gütsch von Bedeutung, sondern auch für die Wohnungen an der Gütschhöhe. Zudem werde das Naherholungsgebiet Gütschwald mit der Bahn erschlossen.

Mattenhof-Grundstück wird verkauft

Ein Ja gab es zum Verkauf eines Grundstücks im Gebiet Mattenhof in der Nachbargemeinde Kriens an das Immobilienunternehmen Mobimo für 3,3 Millionen Franken. Der Ja-Stimmenanteil betrug 59,5 Prozent. Mobimo will auf dem Grundstück und zwei weiteren Parzellen eine Überbauung mit Hotel, Geschäften, Restaurants, Büros und Wohnungen realisieren. Für die Stadt resultiert nach Abzug von Gebühren und Steuern ein Buchgewinn von 2,24 Millionen Franken.