Stadtparlament gibt grünes Licht für Industriestrasse

Für das umstrittene Areal Industriestrasse ist die Lösung unter Dach und Fach. Die Stadt Luzern gibt einem Zusammenschluss von fünf Baugenossenschaften das Areal für 80 Jahre ab. Das Parlament sagte einstimmig Ja, diskutierte aber noch länger über das Geld.

Alte Gebäude auf dem Industriestasse-Areal in Luzern.

Bildlegende: Auf dem Areal Industriestrasse in Luzern sollen neue Wohnungen und Arbeitsplätze entstehen. SRF

Mit dem Ja zur Industriestrasse ist eine Lösung für ein jahrelanges Hin und Her gefunden worden. Vor vier Jahren scheiterte nämlich der Verkauf des Areals an einen privaten Bauherren. Das Luzerner Stimmvolk verlangte den Bau von gemeinnützigen Wohnungen.

Nun können fünf Baugenossenschaft das Projekt anpacken: die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern (abl), die Baugenossenschaft Wohnwerk Luzern, die Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Industriestrasse Luzern (GWI), die Liberale Baugenossenschaft und die Wogeno Luzern. Sie werden rund 150 Wohnungen bauen und Räume für gegen 200 Arbeitsplätze. Auch eine Beiz und Ateliers gehören dazu. Zuerst gibt es jetzt einen Wettbewerb - der Baustart soll 2019 erfolgen.

Das Stadtparlament war erfreut, dass es an der Industriestrasse endlich vorwärts geht. Zu reden gaben aber die Finanzen. Die Stadt erhält für die Abgabe des Baurechts 11 Millionen Franken. Der Stadtrat hatte vorgeschlagen, das Geld in die Sanierung von Schulhäusern zu stecken. Das Parlament lehnte dies aber ab und entschied, dass es in jährlichen Tranchen in die laufende Rechnung einfliessen soll.