Stadtzuger Parlament kürzt Budget

Eine Allianz aus CVP, FDP und SVP beschloss zwölf Kürzungsanträge. Der Steuerfuss bleibt unangetastet bei 60 Prozent.

Vogelperspektive auf das Zentrum der Stadt Zug.

Bildlegende: Die Stadt Zug rechnet auch im nächsten Jahr mit einem Defizit von 4,1 Millionen Franken. Keystone

Der Grossteil der Einsparungen betrifft das Departement für Sicherheit, Umwelt und Soziales, das global 167'000 Franken sparen muss. Andreas Bossard, Vorsteher Sicherheitsdepartement, wehrte sich erfolglos gegen die Kürzungen, beantragte dafür selbst eine zusätzliche Streichung von 120'000 Franken für ein Projekt «Nacht-Spitex», das vorerst nicht umgesetzt wird.

Ausserdem spart das Parlament bei der Abteilung «Kind Jugend Familie» 150'000 Franken. Unter anderem sollen dort die Subventionen an Kindertagesstätten zurückgefahren werden. Insgesamt betragen die Einsparungen nach der gestrigen Debatte 666'000 Franken. Das Budget schliesst demnach mit einem Verlust von rund 4.1 Millionen Franken.

Die Ratslinke wehrte sich vergeblich gegen die Kürzungen und lehnte das Budget ab. Die Stadt müsse Leistungen für immer mehr Einwohner mit immer weniger Mitteln anbieten. Keinen Anklang bei der bürgerlichen Mehrheit und beim Stadtrat fand das Begehren der Fraktion von Alternativen/CSP, den Steuerfuss um zwei Prozent anzuheben. Er bleibt bei 60 Prozent.