Stanser Bevölkerung wehrt sich gegen ein neues Einkaufszentrum

Die Gemeindeversammlung von Stans hat am Mittwochabend ein Umzonungs-Traktandum an den Gemeinderat zurückgewiesen, aus Angst, dass dieses den Bau eines neuen Einkaufszentrums ermöglichen könnte.

Skizze eines grossen Gebäudes mit Glasfassade.

Bildlegende: So soll das 120 Millionen Franken teure Bauprojekt auf der Spichermatt in Stans dereinst aussehen. zvg

An der Stanser Gemeindeversammlung vom Mittwochabend hätte über die Umzonung eines Wegs auf der Spichermattt diskutiert werden sollen. Die grosse Mehrheit des brechend vollen Mehrzwecksaals wies das Traktandum an den Gemeinderat zurück und trat gar nicht darauf ein. Auf jenem Gelände plant der Luzerner Investor Hermann Beyeler ein Bauprojekt mit grossem Einkaufszentrum, Büros und Wohnungen für 120 Millionen Franken.

«Wir wollen neben dem Länderpark kein weiteres, grosses Einkaufszentrum. Wir haben schon mehr als genug Läden in Stans. Ausserdem kann das Dorf noch mehr Verkehr gar nicht schlucken», so Peter Knüsel, Präsident der Vereinigung der Stanser Dorfläden, gegenüber dem Regionaljournal. Wenn man diesen Weg umzone, dann gebe man dem Grossprojekt automatisch grünes Licht, so Knüsel weiter.

«Problem nicht gelöst»

Die Gemeindepräsidentin, Beatrice Richard, versteht zwar die Angst, das Problem sei aber nicht gelöst: «Wir müssen den Weg früher oder später sowieso umzonen, wenn wir das Gelände nutzen wollen, unabhängig vom Bauprojekt. Ausserdem kann Herr Beyeler das Projekt theoretisch auch ohne diese Umzonung realisieren, einfach in anderer Form.»

Mit so grossem Widerstand aus der Bevölkerung hat der Stanser Gemeinderat nicht gerechnet. Wie es mit dem Bauprojekt und der Umzonung weitergehen soll, weiss der Gemeinderat noch nicht. Man müsse jetzt nochmals über die Bücher und die rechtliche Situation klären, so Beatrice Richard weiter.