Steiler Einstieg für den neuen CEO der Luzerner Kantonalbank

Daniel Salzmann leitet seit einem Jahr die Luzerner Kantonalbank. Diesen Posten trat er damals sehr kurzfristig an, weil sein Vorgänger Bernard Kobler für den Verwaltungsrat wegen eines juristischen Verfahrens nicht mehr tragbar war. Im Gespräch blickt er auf ein herausforderndes Jahr zurück.

Es sei eine grosse Herausforderung für ihn gewesen, sagt Daniel Salzmann im Gespräch. Aber er sei von der Geschäftsleitung und von seinen Mitarbeitenden sehr unterstützt worden, und die Arbeit mache ihm grosse Freude.

Aufwändige Arbeiten für US-Justiz

Die Aufarbeitung der USA-Geschäftsbeziehungen und das Programm mit der US-Justiz führte zu einem enormen Aufwand für die Bank. Rund 30 Leute arbeiteten an diesem Programm. Die Bank geht davon aus, dass die Angelegenheit im Laufe des Jahres abgeschlossen werden kann.

Keine weitere Aufheizung des Immobilienmarktes

Auch wenn die Schweizerische Nationalbank am 22. Januar Negativzinsen einführt, rechnet Daniel Salzmann auch längerfristig nicht damit, dass die Kontoinhaber und Kleinsparer zahlen müssen, um ihr Geld anzulegen. Allenfalls könnte das für institutionelle Anleger ein Thema werden.

Die Negativzinsen sorgten aber sicher auch mittelfristig für tiefe Zinsen bei Hypotheken. Salzmann sieht aber keine weitere Aufheizung des Marktes: «Wir gehen klar davon aus, dass die Zinsen tief bleiben werden, auch mittelfristig.» Grund dafür seien unter anderem restriktivere Regeln bei der Vergabe von Krediten.

Künftige Herausforderungen

Die Luzerner Kantonalbank will sich auch in Zukunft im grenzüberschreitenden Geschäft betätigen. Wie und in welcher Form soll bei der laufenden Strategieüberarbeitung erarbeitet werden. Ein weiteres wichtiges Thema sei die Übertragung der immer grösseren Digitalisierung der Gesellschaft und deren Auswirkungen auf das regionale Bankengeschäft.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr