Steuererhöhung in Obwalden wird vertagt

Im Kanton Obwalden will die Regierung überraschend eine geplante Steuererhöhung sowie die Begrenzung des Fahrkostenabzugs verschieben. Grund sind unerwartete Mehreinnahmen in Millionenhöhe.

Sarnersee - im Vordergrund Sachseln

Bildlegende: Der Kanton Obwalden bleibt ein attraktives Steuerdomizil: Dank Mehreinnahmen kann die Steuererhöhung verschoben werden. Keystone

Für das Jahr 2015 budgetierte der Kanton einen Verlust von acht Millionen Franken und eine Auflösung von Reserven in der Höhe von zehn Millionen Franken. Aufgrund des sich abzeichnenden guten Rechnungsergebnisses müsse die Reserve für das vergangene Jahr nicht aufgelöst werden, teilte die Obwaldner Regierung am Donnerstag mit.

Unerwartete Steuererträge

«Gründe für die deutlich besseren Zahlen sind die Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank sowie höhere ausserordentliche Steuererträge», sagt der scheidende Obwaldner Finanzdirektor Hans Wallimann. Gleichzeitig hätten sich auf der Ausgabeseite geringere Ansprüche und damit tiefere Auszahlungen bei der individuellen Prämienverbilligung ergeben.

Am bereits grösstenteils beschlossenen Sparpaket hält die Regierung aber fest. Die höheren Steuereinnahmen führten dazu, dass der Beitrag aus dem Finanzausgleich des Bundes stärker zurückgehen werde als angenommen.