«Stöckli kann profitabler werden»

Der Verkauf des Skiherstellers Stöckli an die Entlebucher Unternehmerfamilie Kaufmann hat in der Presse letzte Woche hohe Wellen geworfen. Die Firma soll wachsen. Verwaltungsratspräsident Niklaus Knüsel schliesst die Einführung eines Zwei-Schicht-Betriebes nicht aus.

Neuer Besitzer des Ski-und Bikeherstellers Stöckli ist die Entlebucher Unternehmerfamilie Kaufmann. «Die Familie ist zu 100 Prozent im Besitz der Aktien», sagt Verwaltungsratspräsident Niklaus Knüsel gegenüber Radio SRF.

Niklaus Knüsel.

Bildlegende: Niklaus Knüsel ist Verwaltungsratspräsident der Stöckli Swiss Sports AG. SRF

Die Familie Stöckli habe sich einen «Rückzug aus dem Betrieb seit längerem überlegt». Damit geht eine Ära zu Ende. Die ersten Skis hatte Grossvater Josef Stöckli vor 80 Jahren hergestellt. Erst im Januar gewann Beni Stöckli junior einen Swiss Award. Nun gibt er die Geschäftsleitung ab. Es sei «der passende Zeitpunkt», wird Beni Stöckli in der Medienmitteilung zitiert.

Mehr Skis produzieren

Stöckli produziert in den Werken Malters und Wolhusen jährlich 50'000 Paar Ski. «Wir sind in der Lage, die Produktion zu erhöhen. Alleine durch die Einführung eines Zwei-Schicht-Betriebes könnten 20'000 Paar Skis zusätzlich hergestellt werden», sagt Niklaus Knüsel.

Diese Idee werde sorgfältig abgeklärt. Für die rund 250 Angestellten in Malters und Wolhusen seien die Arbeitsplätze sicher. Niklaus Knüsel spricht sogar «eher von einem Ausbau der Arbeitsplätze». Eine Verlagerung der Produktion ins Ausland schliesst er aus.