Stöckli Ski plant Wegzug aus Wolhusen

Der Wolhuser Bike- und Ski-Produzent will seine Produktionsbetriebe und die Unternehmenszentrale zusammenführen. Davon verspricht sich der neue Stöckli-Chef dank kürzerer Wege zwischen den Abteilungen mehr Effizienz. In Wolhusen reagiert man überrascht.

Gemeindehaus Wolhusen.

Bildlegende: Der geplante Wegzug von Stöckli nach Malters ist für die Gemeinde Wolhusen ein grosser Imageverlust. SRF

Der neue Stöckli-Chef Marc Gläser war bisher Manager in der Uhrenbranche. Gerade da habe sich gezeigt, dass eine Zusammenführung von Firmensitz und Produktion viel bringe, erklärt er gegenüber von Radio SRF. Er wünscht sich eine Konzentration des Firmen- und Produktionsstandortes in Malters.

Malters ist bereits Produktionsstandort für Skis. Mit effizienteren Abläufen und neuen Maschinen sollen hier künftig deutlich mehr Skis produziert und dann vor allem auch ins Ausland verkauft werden. Ausbauen will Gläser gleichzeitig auch das Geschäft mit Bikes. Da biete sich an, diese auch gleich in Malters zusammen zu bauen.

Produktionsgebäude in Malters ausbauen

Damit sei klar, dass auch der Hauptsitz von Stöckli näher bei den Produktionsanlagen sein müsse, um effizienter arbeiten zu können. Gläser will dafür das Produktionsgebäude in Malters aufstocken und ausbauen. In rund fünf Jahren soll der Standortwechsel vollzogen sein.

Weiterhin bestehen bleiben sollen die verschiedenen Verkaufsläden, darunter auch jener an der (Noch)-Unternehmenszentrale in Wolhusen.

Name «Stöckli» mit Wolhusen verbunden

Überrascht auf den geplanten Stöckli-Wegzug reagiert man in Wolhusen. «Für uns ist der Name Stöckli seit jeher mit Wolhusen verbunden, da stimmen die Pläne nachdenklich», sagt Gemeindepräsident Peter Bigler. Er habe am Donnerstag mit Marc Gläser Kontakt aufgenommen und sich seine Pläne erklären lassen. Da diese erst in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen, gibt man sich in Wolhusen vorerst gelassen. Auch sei der finanzielle Verlust für die finanziell angeschlagene Gemeinde nicht einschneidend. Es handle sich viel mehr um einen Imageverlust, sagt Bigler.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 Uhr.