Strafanzeige gegen Bruno Frick hatte nicht oberste Priorität

Gegen den Schwyzer Alt-Ständerat Bruno Frick läuft ein Strafverfahren wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Die Anzeige ging bereits im Jahr 2011 ein. Dieser ist eine niedrigere Priorität zugeteilt worden, unter anderem wegen Personalmangels bei der Schwyzer Staatsanwaltschaft.

Der Schwyzer Alt-Ständerat Bruno Frick

Bildlegende: Strafanzeige gegen Bruno Frick hatte nicht oberste Priorität. Keystone

In der Strafanzeige wird Bruno Frick, dem neuen Finma-Verwaltungsrat und Alt-Ständerat ungetreue Geschäftsbesorgung vorgeworfen. Die Schwyzer Staatsanwaltschaft habe die Anzeige 2011 geprüft, erklärte der Leitende Staatsanwalt Fabian Kühner am Montag gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF.

«Man ist zum Schluss gekommen, dass keine sofortigen Massnahmen nötig sind um Beweise zu sichern. Der Fall wurde deshalb nicht mit oberster Priorität behandelt. Nötig wurde diese Priorisierung weil im Zusammenhang mit der Schwyzer «Justizkrise» gleich drei Staatsanwälte das Amt verlassen haben», sagte Kühner weiter.

Bruno Frick selbst bestreitet die Vorwürfe. Im Zusammenhang mit der Wahl in den Verwaltungsrat der Finanz-Markt-Aufsicht Finma werde nun versucht, auf ihn Druck auszuüben, teilte er mit.