Streit um Besteuerung der Elektrizitätswerke in Schwyz

Im Kanton Schwyz wird über die Besteuerung der Elektrizitätswerke gestritten. Das EW Lachen hat am Mittwoch ein ganzseitiges Inserat im «Bote der Urschweiz» geschaltet. Adressaten sind die Steuerverwaltung und der Finanzdirektor.

Betriebsgebäude des EW Lachen.

Bildlegende: Das EW Lachen wehrt sich gegen eine Besteuerung. zvg

Der Verwaltungsrat braucht deutliche Worte im Inserat. «Stoppen Sie den Unsinn!», schreibt er zuhanden der Steuerverwaltung und des Finanzdirektors. Die Besteuerung der Elektrizitätswerke sei für den Kanton ein Minusgeschäft, weil er mit dem NFA mehr an den Bund ablieferen müsse als er selber einnehme.

Der Streit ist alt und beim Verwaltungsgericht hängig. Das EW Lachen wehrt sich gegen eine Verfügung der Steuerverwaltung, die von den Elektrizitätswerken seit 2005 Steuern verlangt. Die Elektrizitätswerke des Bezirks Schwyz und der Höfe wehrten sich nicht gegen die Verfügung.

Sukkurs hat das EW Lachen von einem Kantonsrat aus Lachen erhalten. Dieser verlangt in einer Einzelinitiative die Stärkung von Stromverteilwerken. Kantonsrat und Regierung haben den Vorstoss noch nicht behandelt. Finanzdirektor Kaspar Michel nahm am Mittwoch keine Stellung zu den Forderungen mit dem Hinweis, das Verfahren sei vor dem Schwyzer Verwaltungsgericht hängig.