Kraftwerk Göschenen Strom aus Restwasser

Die Kraftwerk Göschenen AG plant direkt unterhalb der bestehenden Wasserfassung Urnerloch bei Andermatt ein neues Dotierkraftwerk. Bisher ungenutztes Restwasser, sogenanntes Dotierwasser, soll dort ökologischen Strom für 110 Haushalte produzieren.

Visualisierung eines kleinen Wasserkraftwerks.

Bildlegende: Das geplante Dotierkraftwerk (Visualisierung) soll Restwasser zur Produktion von Strom für rund 110 Haushalte liefern. zvg

Bei der Wasserfassung Urnerloch, einer kleinen Staumauer unterhalb von Andermatt, werden heute die natürlichen Zuflüsse aus dem Urserntal gefasst. Dieses Wasser wird durch einen Druckstollen hinunter nach Göschenen geführt, wo die Turbinen zur Stromproduktion angetrieben werden. Das Restwasser floss bisher ungenutzt in die Reuss.

Andermatt hat Baubewilligung erteilt

«Wir nutzen dieses Wasser, indem wir direkt unterhalb der Wasserfassung, eine kleine Zentrale erstellen und das Wasser dort schon weiter verwenden.» Die Gemeinde Andermatt hat bereits die Baubewilligung erteilt. Sobald diese rechtsgültig ist, wird das Projekt im Detail geplant. «Im Herbst diesen Jahres wollen wir mit dem Bau anfangen, und im Herbst 2018 sollte der erste Strom produziert werden», sagt Remo Infanger, Geschäftsleiter der KWG.