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Sara Carnazzi, Leiterin der CS-Studie: «Der Steuerwettbewerb wird härter»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 03.12.2019.
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Studie der Credit Suisse Zentralschweiz gehört zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten

  • Die Zentralschweizer Kantone zählen laut der Studie, Link öffnet in einem neuen Fenster zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten der Schweiz.
  • Dank der hohen Standortqualität verzeichnete die Zentralschweiz in den letzten Jahren eine positive Wirtschaftsentwicklung und ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum.
  • Die jüngsten Entwicklungen in der Unternehmensbesteuerung lassen allerdings den relativen Vorteil der Zentralschweizer Kantone schrumpfen.

Wie die Schweiz profitieren die Kantone der Zentralschweiz von ihrer zentralen Lage. Die Nähe zum Grossraum Zürich sowie zur Natur und idyllischen Landschaften sorgen für eine hohe Lebensqualität. Aus wirtschaftlicher Sicht punkte die Region mit einer tiefen Steuerbelastung, einem soliden Fachkräftereservoir und vielerorts guten Verkehrsverbindungen, so die Studie.

Zentralschweiz: Steuerlich nach wie vor attraktiv und finanzstark …

Für juristische Personen sei die Zentralschweiz steuerlich sehr attraktiv. Nidwalden weist seit 2011 die tiefste Unternehmenssteuerbelastung aller Kantone auf. Luzern, Obwalden, Zug, Schwyz und Uri liegen ebenfalls weit vorne. Auch für Privatpersonen sei die Steuerbelastung äusserst tief: die Kantone Zug, Schwyz, Nidwalden, Uri und Obwalden haben die schweizweit tiefsten Steuersätze. Luzern liegt ebenfalls unter dem Schweizer Mittel.

Ein Umzug in die Zentralschweiz ist besonders für einkommensstarke Haushalte mit hohen Steuereinsparungen verbunden. Wenig überraschend weisen die Kantone Zug, Schwyz und Nidwalden in der Schweiz die höchsten Durchschnittsvermögen auf.

Entsprechend hohe Beiträge müssen die drei finanzstärksten Kantone im Rahmen des Nationalen Finanzausgleichs (NFA) an ressourcenarme Kantone überweisen. Nach dem Aufstieg Obwaldens gehört mittlerweile ein vierter Zentralschweizer Kanton zur Gruppe der sieben NFA-Geberkantone.

… aber der Steuervorteil schrumpft

Durch die am 19. Mai dieses Jahres angenommene Unternehmenssteuerreform, welche die privilegierte Besteuerung von Statusgesellschaften in der Schweiz abschafft, ist allerdings Bewegung im Steuerwettbewerb um Unternehmen gekommen. Um der Abwanderung von Statusgesellschaften entgegenzuwirken und attraktiv zu bleiben, plant die Mehrheit der Kantone eine Reduktion der ordentlichen Unternehmenssteuersätze oder hat eine solche bereits umgesetzt. Dadurch rückt das Feld bei der Unternehmensbesteuerung näher zusammen und der Trumpf der Zentralschweizer Kantone schwindet.

Eine Abbildung der Studie über die Attraktivität der Kantone in Sachen Wirtschaft.
Legende: Credit Suisse

In einer Gesamtbeurteilung der Standortqualität befinden sich alle Zentralschweizer Kantone 2019 – mit Ausnahme von Uri – im Standortqualitätsindikator der Credit Suisse oberhalb des schweizerischen Mittels. Dies deute auf die hohe Standortqualität in der Zentralschweiz hin.

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