CS-Studie Zug Studie sieht Standort Zug verschärftem Wettbewerb ausgesetzt

Laut den Ökonomen der Credit Suisse könnte der Standortvorteil des Kantons Zug in den nächsten Jahren schwinden. Falls die Stimmbürger am 12. Februar die Unternehmenssteuerreform III annehmen, werde sich der Steuerwettbewerb unter den Kantonen verschärfen. Der Zuger Finanzdirektor sieht das anders.

Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler ist mit diesem Titel nicht ganz glücklich.

Bildlegende: Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler ist mit diesem Titel nicht ganz glücklich. SRF Radka Laubacher

Die neue Regionalstudie der CS zur Wirtschaft im Kanton Zug titelt: «Standort Zug: Der Vorsprung schrumpft.» Der Autor der Studie, Jan Schüpbach, geht davon aus, dass bei einer Annahme der Unternehmenssteuerreform III (USR III) der Wettbewerb unter den Kantonen schärfer wird. «Baselstadt oder die Waadt senken ihre Gewinnsteuersätze für Firmen stark. Die Konkurrenz nimmt zu.»

Genf plant bei einem Ja zur USR III den Satz von heute 24 Prozent auf neu 13.5 Prozent zu senken. Die Zuger Regierung will aber noch tiefer gehen auf einen Satz von 12 Prozent. Deshalb ist Finanzdirektor Heinz Tännler nicht glücklich über den Titel der Studie: «Der Titel ist falsch. Bei einer Annahme von USR III profitiert Zug.»

Steuerwettbewerb auf internationaler Ebene

Die CS-Studie kommt aber auch zum Schluss, dass der Kanton Zug in Zukunft weiter Nummer-1 bleibt im Ranking der Kantone. Die Konkurrenz sei vor allem auf dem internationalen Parkett zu suchen, sagt Jan Schüpbach von der Credit Suisse: «Grossbritannien oder die USA denken über die Senkung der Gewinnsteuer für Firmen nach.»

Dieser Wettbewerb auf internationaler Ebene sei für Zug «massgebend» ist Finanzdirektor Heinz Tännler überzeugt. Mit diesen Firmen kommen auch Angstellte aus dem In- und Ausland mit hohen Einkommen. Diese sind in Zug klar «übervertreten», stellt die CS-Studie weiter fest. 23 Prozent der Privatpersonen versteuern in Zug ein Einkommen von über 121'000 Franken.