Suche nach dem Rezept für eine stabile Luzerner Wirtschaft

Wenn der Kanton Luzern eine stabile Wirtschaft haben will, müsse er eine gute Infrastruktur bieten und beim Ansiedeln von Unternehmen nicht nur gegen, sondern auch gemeinsam mit den Nachbarkantonen und mit Zürich zusammen arbeiten. Die Idee von KOF-Direktor Jan-Egbert Sturm lässt aufhorchen.

Fachpersonen aus Wirtschaft, Statistik, Wissenschaft, Politik und Verwaltung diskutierten am Donnerstag Fragen zu den Chancen und Risiken des Wirtschaftsstandorts Luzern.

Die weltweite Wirtschaftslage sei klar weniger positiv zu bewerten als bisher, erklärt Jan-Egbert Sturm, Direktor der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich. Und das spüre ein Kanton wie Luzern, der einen starken, exportorientierten Industriesektor hat, natürlich direkt.

Pendler am Bahnhof Luzern.

Bildlegende: Arbeitskräfte eher zu- statt wegpendeln lassen: Luzern will auch künftig eine stabile Wirtschaft haben. Keystone

Rezept für stabile Wirtschaft

Das Rezept, um trotz solcher Schwankungen Luzern als stabilen Wirtschaftsstandort positionieren zu können, hat für KOF-Mann Sturm zwei wichtige Zutaten: Einerseits eine gute Infrastruktur, damit der Markt selbst entscheiden könne, welche Unternehmen ideal zu Luzern passen.

Wichtig sei aber auch, dass sich Luzern bewusst sei, dass man nahe an der Weltstadt Zürich liege. Das sei eine Chance, um Unternehmen ansiedeln zu können. Dafür solle sich Luzern mit den Nachbarkantonen nicht nur um neue Unternehmen streiten, sondern vermehrt eine gemeinsame Ansiedlungsstrategie anstreben. «Wenn es der Schweizer Wirtschaft gut geht, geht es auch Luzern gut», ist Jan-Egbert Sturm überzeugt.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.