Swisscom schliesst das Callcenter in Luzern

Der Telekomkonzern Swisscom schliesst sechs von seinen vierzehn Call-Centern. Dort soll allerdings kein Jobabbau stattfinden.

Arbeiter montieren einen Swisscom-Schriftzug

Bildlegende: Die Swisscom konzentriert seine Callcenter. Der Standort Luzern wird geschlossen. Keystone

Die Swisscom will die Zahl ihrer Call-Center von 14 auf acht reduzieren. Die Mitarbeiter der Standorte Zürich, Bern, Basel, Genf, Luzern und Rapperswil würden auf die verbleibenden acht Standorte Lausanne, Neuenburg, Biel, Olten, Sion, St. Gallen, Chur und Bellinzona konzentriert.

«Für den grössten Teil der Mitarbeitenden ist der Wechsel an einen neuen Standort aufgrund des Arbeitsweges zumutbar», schrieb die Swisscom in einem Communiqué. Auch Giorgio Pardini von der Gwerkschaft Syndicom, welche als Sozialpartner von der Swisscom miteinbezogen wurde, ist dieser Meinung. «Natürlich ist es für die Betroffenen mühsam, wenn der Arbeitsweg plötzlich länger wird. Aber wichtig ist es, dass die Jobs erhalten bleiben». In Luzern verliert die Swisscom 70 Arbeitsplätze, rund 500 bleiben weiterhin.

Das Personal an den Standorten Olten, St. Gallen und Biel werde teilweise um mehr als die Hälfte zunehmen. «Die Zahl der Mitarbeiter in den Call-Centern bleibt ungefähr konstant. Wir wollen nicht den Kundenservice abbauen. Wir wollen unsere Effektivität erhöhen», sagte Schaeppi. Es gebe Call-Center mit nur zwölf Mitarbeitern. Das sei einfach nicht effizient.

Verschwinden 700 Stellen?

Nach einem Gewinn-Knick im vergangenen Jahr plant die Swisscom im schlimmsten Fall den Abbau von 700 Stellen. Betroffen sind vor allem unterstützende Bereiche. Zudem schliesst der Telekomkonzern sechs von vierzehn Call-Centern. Dort soll allerdings kein Jobabbau stattfinden. «Nur im schlimmsten Fall gibt es 700 Kündigungen», sagte Swisscom-Finanzchef Mario Rossi am Donnerstag am Rande der Bilanzmedienkonferenz in Zürich.