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Synode des Kantons Luzern Die Mitglieder des Luzerner Kirchenparlamentes sind bestimmt

Eine Frau steht im Radiostudio vor einem Mikrophon.
Legende: Iva Boutellier engagiert sich seit 12 Jahren bei der Synode des Kantons Luzern. SRF/Julia Stirnimann

Die 100 Mitglieder der Synode, des Parlaments der katholischen Landeskirche, sind in stiller Wahl bis 2022 gewählt. Bis zum Eingabeschluss am Montag haben sich nicht mehr Kandidatinnen und Kandidaten gemeldet, als Sitze im Parlament vorhanden sind. Wer die Aufgabe übernimmt, sehen Sie hier, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Seit 12 Jahren engagiert sich Iva Boutellier in der Synode. Im Gespräch erklärt sie, warum.

SRF News: Die Synode der katholischen Landeskirche tagt zwei Mal jährlich im Saal des Luzerner Kantonsrates. Was genau berät die Synode dort?

Iva Boutellier: Unsere Aufgabe ist dieselbe wie die des Kantonsrates. Wir werden von den katholischen Stimmbürgern gewählt. Als Legislative der Landeskirche erlassen wir Gesetze, kontrollieren das Budget und die Rechnung und sprechen zum Beispiel auch Baubeiträge für ärmere Kirchgemeinden, wenn sie Kirchen renovieren müssen.

Sie selber sind seit 12 Jahren dabei und lassen sich für weitere vier Jahre wählen. Wie sind Sie in dieses Amt gekommen?

Wie immer in der Kirche: Man macht etwas und wird für weitere Aufgaben angefragt, und ich dachte, es sei eine spannende Aufgabe.

Sie sind auch aktive Kirchgängerin. Die meisten Kirchen sind nur zu Ostern oder Weihnachten gut besucht. Ist es auch ein Ziel der Synode, mehr Menschen in die Kirchen zu bringen?

Die Synode kann dies nicht tun, sie ist die staatskirchenrechtliche Organisation. Menschen in die Kirche zu bringen, wäre eher Aufgabe der Pfarreien. Wir wollen aber vor allem die Kirche näher zu den Menschen bringen. Wir schaffen Bedingungen vor allem finanzieller Art, dass die Seelsorgerinnen und Seelsorger ihre Arbeit in den Pfarreien gut erledigen können, dazu gehört auch die Arbeit mit den Kindern im Religionsunterricht oder die Notfall- und Polizeiseelsorge.

Sie sind studierte Theologin. Sie hätten sich eine berufliche Karriere in der Kirche vorstellen können. Aber das Priester-Amt ist Ihnen in der katholischen Kirche verwehrt. Wie können Sie sich als Frau motivieren, trotzdem für die Kirche tätig zu sein?

Ich bin als Frau in der Kirche nicht weniger wert als ein Mann. Dass ich nicht Priesterin werden kann, bleibt zugegebenermassen ein Stachel. Aber die Kirche ist nicht nur die Pfarrei oder das Bistum Solothurn, die Kirche ist die ganze Welt. Und die Weltkirche ist wie ein Supertanker, bis da die Richtung ändert, dauert es sehr lange. Aber im Kleinen, in den Pfarreien ist hier schon sehr viel möglich, man kann sich da sehr gut eingeben. Ich mache das, was ich kann, und ich mache das gerne.

Das Gespräch führte Julia Stirnimann.

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