Tagung in Luzern diskutiert Reformen zum Erfolgsmodell Schweiz

In der Schweiz formiert sich eine neue politisch-gesellschaftliche Kraft: Die Fondation CH2048. Diese neue Allianz will Politik-Entwicklungsprojekte und Reformvorschläge für eine wettbewerbsfähige und verantwortliche Schweiz erarbeiten und sich direkt mit der institutionellen Politik verlinken.

Das Kunst- und Kulturzentrum

Bildlegende: Die Stiftung 2048 wurde von Unternehmern und Wissenschaftern gegründet und hat ihren Sitz in Luzern. Keystone

Die Fondation CH2048 ist zusammengesetzt aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Sie erarbeitet Reformvorschläge, um die Spannungsfelder zwischen den Anforderungen im globalen Standortwettbewerb und den Anliegen der Bevölkerung im Inland abzubauen.

Die Schweiz befinde sich in einem Konflikt zwischen den Anforderungen, die im globalen Standortwettbewerb herrschen, und innenpolitischen Vorstellungen, wie die Früchte des wirtschaftlichen Erfolgs verteilt werden sollen. Das zeigten beispielsweise die Resultate der Volksabstimmungen zur Abzockerinitiative und zur Masseneinwanderungsinitiative. Aus dieser Erkenntnis heraus wurde Ende Februar 2014 die Fondation CH2048 gegründet. Im September 2048 feiert die Schweiz 200 Jahre Bundesstaat.

Reformen für das Erfolgsmodell Schweiz

Über 200 Personen aus Politik und Wirtschaft diskutieren am Freitag im KKL Luzern. Das erste Projekt der Fondation CH2048 trägt den Titel «Steuern. Transfers. – Konkrete Reformvorschläge für eine global wettbewerbsfähige und verantwortliche Schweiz», wie die Stiftung am Donnerstag mitteilte. Nach der Tagung sollen die Vorschläge unter anderem von der Universität Luzern wissenschaftlich ausgewertet werden.

Mitglied des Stiftungsrates ist der Luzerner Historiker und ehemalige CVP-Politiker Hilmar Gernet. Es sei eine Generationenaufgabe, die Schweiz immer wieder neu zu erfinden, sagt Gernet im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF.