Taxito: Organisierter Autostopp nun auch in Grossdietwil

Autostopp als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr: das ist die Idee hinter Taxito. Das System wird seit zwei Monaten in Luthern im Kanton Luzern getestet - ab Freitag ist auch Grossdietwil dabei.

Das Taxito-System funktioniert einfach: Per SMS gibt der Autostopper ein, wohin er fahren möchte. Auf einer grossen Anzeigetafel leuchtet darauf der Zielort auf, damit die Autofahrer gleich wissen, ob sie den Autostopper mitnehmen können. Vom herkömmlichen Autostopp unterscheidet sich Taxito vor allem durch Sicherheit: sowohl die Autostopper (über die Handynummer) als auch die Autofahrer (über die Autonummer) sind dem System bekannt.

«Taxito» Gemeinden attraktiver machen

Die Gemeinde Luthern sieht das System als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr. Denn: In Luthern verkehren täglich nur gerade fünf Postautokurse. In Gemeinde läuft Taxito seit zwei Monaten im Testbetrieb. Eine erste Bilanz zeigt: Das System funktioniert. Im Schnitt mussten die Autostopper nur je dreieinhalb Minuten warten, bis sie mitgenommen wurden. Noch wird Taxito allerdings nicht allzu viel benutzt - bisher nämlich durchschnittlich einmal pro Tag.

Trotzdem wird Taxito bereits ausgebaut: Am Freitag wird in Grossdietwil eine weitere Station eröffnet. Dort sind die ÖV-Verbindungen zwar besser als in Luthern, aber vor allem für Leute, die von der Gemeinde wegpendeln. Zupendler hingegen haben ein dürftiges ÖV-Angebot. Grossdietwil wolle aber nicht nur als Wohn-, sondern auch als Arbeitsort attraktiv sein, sagt Gemeinderätin Kathrin Ledermann. Deshalb habe die Gemeinde sich für Taxito entschieden.

(Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr)

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Das Taxito-System ist auf kurze Strecken ausgerichtet, zu den nächstgelegenen Dörfern mit Bahnhöfen.

    Taxito - organisierter Autostopp ergänzt dünnen Postautofahrplan

    Aus Rendez-vous vom 10.9.2015

    In Randregionen sind die Einwohner häufig auf das Auto angewiesen, denn das Angebot an öffentlichem Verkehr ist dünn. In Luthern etwa, einer abgelegenen Gemeinde im Napfgebiet des Kantons Luzern, fährt nur fünf Mal täglich ein Postauto. Doch seit zwei Monaten gibt es eine Alternative.

    Beat Vogt