Themenwelt auf dem Gotthard hat zu wenig Besucher

Vor einem Jahr ist in der ehemaligen Militäranlage auf dem Gotthard die Themenwelt Sasso San Gottardo aufgegangen. 300 Besucher wurden täglich erwartet. Bisher zählt die Ausstellung aber nur 150 bis 220 Besucher pro Tag. Die Verantwortlichen sind trotzdem zuversichtlich.

Blick in die Ausstellung, in der Leuten auf farbigen Rondellen stehen

Bildlegende: Blick in die Themenwelt «Klima» in der ehemaligen Militärfestung auf dem Gotthard. Sasso San Gottardo

Grosse Erwartungen wurden mit der Eröffnung der Themenwelt Sasso San Gottardo auf dem Gottharpass verbunden. Das 13 Millionen Franken teure Ausstellungsprojekt soll die Gotthardregion touristisch attraktiver machen und dank vielen neuen Besuchern die lokale Wirtschaft ankurbeln. Damit die Ausstellung rentabel betrieben werden kann, braucht es rund 300 Besucher am Tag. Ein Jahr nach der Eröffnung besuchen täglich aber nur 150 bis 220 Leute die Themenwelt.

Die Kuratorin der Ausstellung, Lisa Humbert-Droz, ist trotzdem zuversichtlich. Die Besucherzahlen würden laufend steigen und die Reaktionen der Gäste seien sehr positiv. Deshalb hofft Humbert-Droz, dass dank Mund-zu-Mund-Propaganda das Angebot auf dem Gotthard immer bekannter werde und sich der Kreis der Besucher ausweite. Für teure Marketingaktionen, um schnell an Bekanntheit zu gewinnen, fehle dagegen das Geld.

Die Themenwelt Sasso San Gottardo wurde von einer gleichnamigen Stiftung realisiert und ist Teil des Projekts «Region San Gottardo», das von den Gotthardkantonen Uri, Tessin, Graubünden und Wallis verantwortet wird. Gemeinsam wollen diese Kantone die Gotthardregion besser bekannt machen und vermarkten und damit die lokale Wirtschaft ankurbeln.

In der Ausstellung in der ehemaligen Militäranlage werden Themen wie Wasser, Energie, Mobilität aber auch Sicherheit multimedial präsentiert. Insgesamt investierten die Initianten rund 13 Millionen Franken in das Projekt. Zweidrittel der Kosten übernahmen Sponsoren und Private, den Rest die öffentliche Hand. Vor allem Bundesgeld floss im Rahmen der neuen Regionalpolitik (NRP) in das Projekt.