Thomas Aeschi: «Für mich geht es weiter wie vorher»

Der Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi hat die Wahl in den Bundesrat verpasst. Aeschi kam in den drei Wahlgängen nicht über den zweiten Platz hinaus. Der 36-Jährige wertet die Nichtwahl nicht als persönliche Niederlage sondern als Erfolg der SVP.

Video «Thomas Aeschi zeigt sich als guter Verlierer» abspielen

Thomas Aeschi zeigt sich als guter Verlierer

1:39 min, vom 9.12.2015

88 Stimmen hat Thomas Aeschi im dritten und letzten Wahlgang erhalten. Damit blieb er 50 Stimmen hinter dem siegreichen Parmelin. Schon in den beiden ersten Wahlgängen hatte der Waadtländer mehr Stimmen als der Zuger gemacht.

Thomas Aeschi strich nach der Wahl vor allem den Erfolg der SVP heraus: «Wir haben jetzt zwei Sitze im Bundesrat und erstmals einen Vertreter aus der Westschweiz. Das hilft uns als Partei in der Westschweiz noch weiter Wähleranteile zu gewinnen.» Persönlich hätte er gerne in der Landesregierung mitgearbeitet, sagte Aeschi. Er habe aber auch als Nationalrat noch viele Aufgaben zu erfüllen.

Enttäuschung beim «offiziellen» Zug

Eine rund 20-köpfige Zuger Delegation verfolgte die Wahlen im Bundeshaus mit. Angeführt wurde die Gruppe von Landammann Heinz Tännler, Regierungsrat Matthias Michel, Kantonsratspräsident Moritz Schmid, Vertreter der Gemeinde Baar und der Familie Aeschi.
Zug wäre für einen Bundesrat Thomas Aeschi vorbereitet gewesen. Landschreiber Tobias Moser hat den Tag minutiös vorbereitet, sogar mit schriftlichen Einladungen für eine mögliche Bundesratsfeier in Baar im Gepäck.

Entsprechend war die Enttäuschung gross als klar wurde, dass Thomas Aeschi nicht in die Landesregierung aufsteigt.