Tiefe Strompreise belasten CKW-Ergebnis

Anhaltend tiefe Marktpreise haben das Ergebnis der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) im vergangenen Geschäftsjahr erneut belastet. Da keine Erholung ins Sicht ist, musste das Stromunternehmen wieder Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Kraftwerksanlagen bilden.

Strommasten mit Leitungen

Bildlegende: Der Verkauf von Strom ist bei der CKW im letzten Geschäftsjahr leicht gesunken. Keystone

Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr fiel der Verkauf von Strom bei der CKW um 3 Prozent auf 6126 Millionen Kilowattstunden. Die Gesamtleistung blieb stabil, sie sank nur leicht um 0,2 Prozent auf 847 Mio. Franken.

Auf der operativer Ebene stieg das Betriebsergebnis um 44,5 Prozent auf 69,8 Millionen Franken. Dies sei auf die höheren Belastungen durch Rückstellungen und Wertberichtigungen im Vorjahr zurückzuführen, teilte die CKW am Donnerstag mit.

Keine Erholung in Aussicht

Da das Unternehmen aufgrund der Marktpreisprognosen in naher Zukunft keine Erholung erwartet, musste es im auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Rückstellungen für Energiebezugsverträge und Wertberichtigungen auf Kraftwerksanlagen bilden.

«Der Strommarkt ist im Wandel. In Zukunft werden die Konsumenten auch immer mehr zu Produzenten, zum Beispiel mit Solaranlagen auf dem Hausdach. So kann die CKW eine beratende Funktion übernehmen. Die CKW ist also stark im Umbruch und muss sich den neuen Gegebenheiten anpassen», sagt CKW-Geschäftsführer Felix Graf gegenüber Radio SRF.

Die CKW-Gruppe erreichte ein konsolidiertes Unternehmensergebnis 70,1 Mio. Franken. Das sind 22,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Verwaltungsrat beantragt an der Generalversammlung am 29. Januar 2016 eine unveränderte Dividende von 3 Franken pro Aktie.

Die CKW-Gruppe versorgt über 200'000 Endkunden in den Kantonen Luzern, Schwyz und Uri mit Storm. Sie beschäftigt rund 1700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.