Trotz Ja - grosse Bedenken wegen Urner WOV

Das Urner Stimmvolk hat mit 52,7 Prozent der neuen West-Ost-Verbindungsstrasse zugestimmt. Die Umfahrung entlastet Altdorf und die umliegenden Dörfer vom Verkehr. Altdorf hat den Ausschlag gegeben, dass die neue WOV gebaut wird - gegen den Willen von Bürglen und Schattdorf, die auch profitieren.

Zentrum von Altdorf mit Verkehr.

Bildlegende: Auch an einem gewöhnlichen Tag passieren zahlreiche Fahrzeuge das Zentrum von Altdorf. SRF

Vorgesehen ist ein neuer Autobahn-Halbanschluss südlich von Altdorf. Die Ortschaften Altdorf, Schattdorf und Bürglen sollen vom Verkehr entlastet werden und das Industriegebiet könnte von der A2 direkt erreicht werden. «Die Urner Bevölkerung hat einem Grundsatz für die Verkehrsplanung der Zukunft zugestimmt», kommentierte der Urner Baudirektor Markus Züst gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz das Ergebnis.

Das Projekt war umstritten. Die Gegner wehrten sich auch gegen flankierende Massnahmen – sie befürchteten etwa, dass die geplante Begegnungszone im Zentrum von Altdorf später in eine verkehrsfreie Fussgängerzone umgewandelt werden könnte.

Bürglen und Schattdorf stimmten gegen WOV

Die Gründe für den knappen Ausgang der Abstimmung ortet Markus Züst bei der Solidarität der Urner Bevölkerung: «Ausschlaggebend war, dass der Talboden der neuen Verkehrsordnung zugestimmt hat.»

Die Gemeinden Bürglen und Schattdorf haben aber die neue Strassenverbindung abgelehnt.

Laut Plan sollten die neue Umfahrungsstrasse und der Autobahnanschluss im Jahr 2021 eröffnet werden.