Trotz Polizeikrise grosses Vertrauen in die Luzerner Polizei

Die Luzerner Bevölkerung lebt gern in ihrem Kanton. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage von LUSTAT Statistik Luzern, deren Ergebnisse am Montag publiziert worden sind. Der Regierungsrat fühlt sich in seiner Finanz-, Umwelt- und Sicherheitspolitik bestätigt.

Polizeipatrouille vor einem Fussballmatch

Bildlegende: Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich stärkere Präsenz von Polizeipatrouillen. Keystone

Gemäss der Umfrage, bei der 4000 Personen per Telefon oder Internet befragt worden sind, leben 94 Prozent der Bevölkerung gern im Kanton Luzern, 60 Prozent sogar sehr gern. Als Pluspunkte der Region genannt wurden deren Schönheit, deren Natur und deren zentrale Lage. Als häufigstes Problem lokalisierte die Umfrage den Verkehr. Am zweit- und dritthäufigsten genannt wurden die öffentlichen Finanzen und Ausländerfragen.

Weiterhin Vertrauen in Polizisten

Keine Spuren hinterlassen hat die Krise bei der Luzerner Polizei. 75 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Polizei zufrieden. Der typische Polizist und die typische Polizistin sind gemäss der Umfrage hilfsbereit, freundlich und kompetent.

Unsicherheit wegen Zeitpunkt der Befragung

Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli ist sehr erfreut über das positive Sicherheitsempinden der Bevölkerung. «Ich hatte grosse Befürchtungen wegen des Zeitpunkts der Befragung. Sie fand genau während der heissesten Phase der Führungskrise bei der Luzerner Polizei statt», sagte Schärli am Montag vor den Medien. Sie habe nicht gewusst, wie dies die Leute gewichten würden.

Die Bevölkerung habe erkannt, dass die Krise bei der Polizei eine Führungskrise gewesen sei und dass es beim Fehlverhalten im Korps um Einzelfälle gegangen sei, kommentiert Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli das Ergebnis.

Mit Befriedigung konnte Schärli auch zur Kenntnis nehmen, dass sich die Bevölkerung etwas sicherer fühlt als noch 2011. 99 Prozent fühlen sich tagsüber in ihrem Wohngebiet sicher, 77 Prozent nachts. Sicherheit, Kriminalität und Gewalt sei aber weiterhin die fünftgrösste Sorge und müsse deswegen ernst genommen werden.