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Trotz Schneemangels Zentralschweizer Bergbahnen setzen weiter auf Karte Wintersport

Lohnen sich Investitionen in Anlagen und Pisten in tieferen Lagen noch? Viele Skigebiete sind überzeugt davon.

Winterlandschaft im Entlebuch.
Legende: Die Sportbahnen Marbachegg hoffen auf einen schneereichen Winter. zvg/Sportbahnen Marbachegg

Die Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli (LDW) hat einen wegweisenden Entscheid gefällt: Spätestens nach dem Jahr 2021 wird der Skibetrieb nicht mehr aufrechterhalten. «Früher konnte man bei uns noch an 120 Tagen Ski fahren, in den letzten beiden schneearmen Wintern waren es jeweils noch 40 Tage», begründet Hanny Odermatt, die Betriebsleiterin der LDW, den Entscheid.

Sanierungen bei den Skiliften seien langsam nötig geworden. Wegen des Klimawandels und des wiederholten Schneemangels habe man sich aber dagegen entschieden. «Das hat natürlich im Wirzweli Emotionen ausgelöst, aber sehr viele haben unseren Entschluss verstanden», so Hanny Odermatt.

Wir sind auch der Tradition als Wintersportort verpflichtet.
Autor: Gerold von RickenbachLeiter Infrastruktur Sattel-Hochstuckli AG

Stehen auch andere Bergbahnen oder tiefer gelegene Tourismusdestinationen vor einem ähnlichen Entscheid? Auch die Sattel-Hochstuckli AG im Kanton Schwyz hatte mit den schneearmen Wintern zu kämpfen. Trotzdem halte man am Skibetrieb auch künftig fest, sagt Gerold von Rickenbach, Leiter Infrastruktur auf Anfrage.

Das Wintergeschäft mache schliesslich 45 Prozent des Jahresumsatzes aus. Deshalb möchte das Unternehmen weiter in Beschneiungsanlagen investieren und eventuell eine Sesselbahn realisieren, als Skilift-Ersatz. «Wir sind dabei auch der Tradition als Wintersportort verpflichtet», sagt Gerold von Rickenbach

Grosseltern, die einst bei uns das Skifahren gelernt haben, kommen nun mit ihren Enkeln ins Skigebiet.
Autor: Stefan WittwerBetriebsleiter Sportbahnen Marbachegg

Ähnlich argumentiert Stefan Wittwer, Betriebsleiter der Sportbahnen Marbachegg: «Grosseltern, die einst bei uns das Skifahren gelernt haben, kommen nun mit ihren Enkeln ins Skigebiet.» Deshalb möchte man auch künftig auf die Karte Wintersport setzen.

Zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaften die Sportbahnen im Winter. Das Sommergeschäft werde aber immer wichtiger. Dies dürfe man sicher nicht vernachlässigen, meint Stefan Wittwer.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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