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Zentralschweiz «Über den Bestatter wird heute häufiger gesprochen»

Boris Schlüssel ist seit fünf Jahren Bestatter im Kanton Luzern. Die TV-Serie «Der Bestatter» habe viele Menschen neugierig und auch nachdenklich gemacht, sagt Schlüssel. Aus oberflächlichen Kommentaren ergäben sich häufig ernsthafte Gespräche über Sterben und Abschied.

Bestatter Boris Schlüssel im Portrait
Legende: Ein Bestatter müsse eine positive Lebenseinstellung haben, sagt Boris Schlüssel. SRF

Er selber habe die Krimi-Serie auch ab und zu geschaut, sagt Schlüssel. Einiges entspreche sicher nicht dem realen Alltag eines Bestatters. Aber: «Die Leute reagieren häufig weniger verkrampft als früher, wenn sie erfahren, dass ich von Beruf Bestatter bin», so Schlüssel weiter.

Boris Schlüssel ist 47 Jahre alt. Der studierte Theologe arbeitet seit fünf Jahren als Bestatter beim Luzerner Bestattungsunternehmen Egli AG. Seine Erfahrung zeigt, dass die Bestattungswünsche vielfältiger geworden seien. «Angehörige wollen die Asche an speziellen Orten in der Natur verstreuen - am Wasser oder auf einem Berg».

Trotz individuellen Wünschen

Die klassische Friedhofbestattung werde jedoch für viele Menschen wichtig bleiben. «Hinterbliebene wollen ein Grab, einen ruhigen Ort wo sie um einen lieben Verstorbenen trauern können. Der Friedhof ist bestimmt kein Auslaufmodell», ist Schlüssel überzeugt.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr

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