Übereinstimmung bei Jungpolitikern zum Wahlverhalten der Jungen

Es dürften mehr sein: 30 Prozent der Jungen haben gewählt bei den Wahlen 2011. 40 Prozent sollten es im Herbst 2015 sein. Wenn das Ziel erreicht werden soll, muss man in den Schulen ansetzen; hierin sind sich vier Präsidenten von Schweizerischen Jungparteien - alle aus der Zentralschweiz - einig.

Junge leute auf Podium.

Bildlegende: Jugendliche sollen sich politisch einmischen wie an dieser Diskussion des Dachverbandes der Schweizer Jugendparlamente. dsj

Gleich vier Präsidenten von Schweizer Jungparteien stammen gegenwärtig aus der Zentralschweiz, drei Bürgerliche und ein Linker. Auffällig ist, dass sich ihre Einschätzungen weitgehend decken bezüglich der Ergebnisse der Studie easyvote, welche das Wahlverhalten der jungen Erwachsenen unter die Lupe genommen hat.

Allen ist klar, dass sich zu wenig Junge einmischen in der Politik. Und für alle ist klar, dass man in der Schule ansetzen muss, wenn man höhere Wahlbeteiligungen erreichen will. Die Politiker müssten zu den Jungen gehen, sagt Jean-Pascal Ammann aus Emmenbrücke, Präsident der Jungen CVP Schweiz.

Der Luzerner Maurus Zeier, Präsident der Jungen FDP, ist sich allerdings bewusst, dass die Parteien nicht allzu viel Einfluss haben auf Leute, die sich nicht für Politik interessieren. Anian Liebrand, JSVP-Präsident aus Beromünster, will dies mit viel Einsatz und Arbeit bei potentiell Interessierten kompensieren.

Ziel ist eine Verdoppelung

Es sei praktisch für die Mutterparteien, den Job, die Jungen an die Urnen zu bringen, an die Jungparteien zu delegieren, sagt der Baarer Andreas Lustenberger, Co-Präsident der Jungen Grünen. Für ihn ist eine Steigerung der Wahlbeteiligung auf 40 Prozent realistisch, eine Verdoppelung auf 60 Prozent aber wünschbar.