Übernahme von Emmer Stahlkonzern verzögert sich

Die Machtübernahme beim Stahlkonzern Schmolz und Bickenbach durch die Beteiligungsgesellschaft Renova des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg verschiebt sich um einige Tage.

Aktionäre von Schmolz und Bickenbach an der GV

Bildlegende: An der letzten GV von Schmolz und Bickenbach Ende Juni in Emmenbrücke war der Aufmarsch gross. Keystone

Die ausserordentliche Generalversammlung zur Wahl des neuen Verwaltungsrates findet nun spätestens am 26. September statt. Ursprünglich war der Anlass für den 13. September vorgesehen gewesen. Grund für die Verschiebung seien die laufenden Verhandlungen zwischen Schmolz und Bickenbach, den finanzierenden Banken und Renova über die Versorgung der Gesellschaft mit frischem Geld, teilte Schmolz+Bickenbach am Mittwoch mit.

Uneinigkeit über Kapitalerhöhung

Die Beteiligungsgesellschaft Renova und die mit ihr verbündeten Erben der Firmengründer wollen das Aktienkapital von Schmolz und Bickenbach um rund 430 Millionen Franken erhöhen. Die Aktionäre sahen das an der ordentlichen GV vom 28. Juni anders. Sie beschlossen eine Kapitalerhöhung um 330 Millionen Franken. Dieser Beschluss wurde aber im Nachhinein von den Erben und Renova gerichtlich gesperrt. Der aktuell noch amtierende Verwaltungsrat kämpft weiterhin dafür, dass die Sperre aufgehoben wird. Spätestens bis zum 29. August will sich der Verwaltungsrat nun entscheiden, ob er sich fügen wird oder nicht.