Um- und Aufbruch bei der Hochschule Luzern

Just zum Start des neuen Semesters eröffnet die Hochschule zwei neue Standorte und ein neues Departement – und weitere Umzugspläne sind noch in der Schublade. Gleichzeitig muss die HSLU künftig mit weniger Geld auskommen. Eine Herausforderung für die Leitung.

Im neuen Studienjahr haben sich an der Hochschule Luzern genau 6113 Studierende für ein Bachelor- oder Master-Studium eingeschrieben. Das sind rund 70 mehr als im Vorjahr. Zum neuen Studienjahr nimmt auch das neue Departement Informatik auf dem Campus Zug-Rotkreuz mit insgesamt rund 500 Studierenden seinen Betrieb auf. Es wird am Montag, 19. September feierlich eröffnet.

Gleich zwei Tage dauert das Einweihungsfest für den neuen Standort des Departements Design und Kunst in der Viscosistadt in Emmenbrücke (am 23./24. September).

Weitere Ausbaupläne

«Wir sind sehr glücklich über diese beiden Neuerungen», sagt Xaver Büeler, der stellvertretende Rektor der Hochschule Luzern, im Interview mit Radio SRF. Nach Jahren des Wachstums komme jetzt eine Phase der Konsolidierung.

Gleichzeitig sind aber die Veränderungen noch längst nicht abgeschlossen. So ist beispielsweise neben dem Kulturzentrum Südpol in Kriens ein Neubau für das Departement Musik der Hochschule geplant. Ausserdem möchte die HSLU längerfristig das ganze Departement Kunst und Design in der Viscosistadt unterbringen.

«  Wir müssen nächstes Jahr 5, und übernächstes Jahr 10 Millionen einsparen. »

Xaver Büeler
Stellvertretender Rektor Hochschule Luzern

Von den neuen Standorten und neuen Angeboten erhofft sich die Hochschule Luzern eine bessere Ausgangslage in der Konkurrenz mit anderen Hochschulen, wie etwa jene in Zürich. «Das sind für uns die grossen Konkurrenten und nicht die neue Wirtschaftsfakultät der Universität Luzern», präzisiert Xaver Büeler. «Klar gibt es durch die neue Uni-Fakultät zwei Überschneidungen mit unserem Angebot. Da werden wir uns aber finden und behaupten müssen.»

Bei aller Aufbruchstimmung bei der Hochschule Luzern werden die Rahmenbedingungen der Schule ab 2017 wohl anspruchsvoller. Denn die Trägerkantone sowie der Standortkanton Luzern wollen ihre Beiträge kürzen. Xaver Büeler rechnet damit, dass seine Schule 2017 rund 5 Millionen Franken weniger bekommt. Im Jahr 2018 würden es gar 10 Millionen weniger sein. «Das entspricht 2018 immerhin 4 Prozent unseres Budgets», rechnet Büeler vor.

Attraktiv bleiben, trotz Einsparungen

Mit zwei Massnahmen will die Leitung der Hochschule Luzern die Ausfälle wettmachen: Die einzelnen Departemente und das Rektorat müssen ihre Budgets kürzen und die Mitarbeitenden müssen sich an der Krankentaggeldversicherung beteiligen.

Ausserdem soll die Wochenarbeitszeit, wie bei der kantonalen Verwaltung im Sparpaket der Regierung geplant, auch bei der Hochschule erhöht werden.

Trotz dieser Massnahmen rechnet der stellvertretende Rektor Xaver Büeler nicht damit, dass Personal abwandert. «Wir hoffen, dass wir durch die Veränderungen in den verschiedenen Departementen auch für die Angestellten attraktiv bleiben. Gleichzeitig hoffen wir, dass diese Sparübung sich nicht Jahr für Jahr wiederholt, sondern dass wir nun auf stabilen Finanzplänen aufbauen können.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr