Umbau bei Logistiker Kühne + Nagel

Reinhard Lange, der Chef des Logistikkonzerns Kühne + Nagel mit Sitz in Schindellegi, tritt aus gesundheitlichen Gründen auf die Generalversammlung von Anfang Mai hin zurück. Zudem schreibt der Konzern wegen einer Kartellbusse weniger Gewinn.

Reinhard Lange, CEO Kühne + Nagel

Bildlegende: Reinhard Lange, der Geschäftsführer von Kühne + Nagel, tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Keystone

Der Logistikkonzern Kühne + Nagel liess am Montag gleich mit zwei Meldungen aufhorchen. Zum einen tritt Reinhard Lange, der Geschäftsführer des Konzerns, aus gesundheitlichen Gründen auf Anfang Mai zurück. Ein Team unter der Leitung von Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt wird die Aufgaben von Lange übernehmen.  Lange wird aber in beratender Funktion bis Ende Jahr zur Verfügung stehen.

Tieferer Gewinn wegen Kartellbusse

Weiter gab Kühne + Nagel am Montag auch seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 bekannt. Der Logistikkonzern mit Sitz in Schindellegi erzielte im vergangenen Geschäftsjahr mit 20,75 Milliarden Franken zwar knapp 6 Prozent mehr Umsatz, wegen einer Kartellbusse der EU-Kommission und höherer Kosten liegt der Reingewinn aber tiefer.

Dieser verringerte sich von 606 Millionen auf 493 Millionen Franken. Ohne die im vergangenen März verhängte Kartellbusse würde er bei 699 Millionen liegen.

Mit diesen Ergebnissen hat der Logistikkonzern die Erwartungen der Analysten verfehlt. Für die Zukunft geht Kühne + Nagel weiter von wirtschaftlichen Unsicherheiten aus. Für dieses Jahr soll eine leicht tiefere Dividende ausbezahlt werden.