Umweltverbände blockieren gleich zwei Wasserkraft-Projekte

Das geplante Wasserkraftwerk in der Entlebucher Lammschlucht und das Kraftwerk Sulzli in der Nidwaldner Gemeinde Wolfenschiessen stocken. Bei beiden haben Pro Natura und der WWF zusammen mit anderen Umweltverbänden eine Beschwerde eingereicht. Stromproduzenten und Verbände fordern Zugeständnisse.

So wie dieser Bach, könnte auch die Entlebucher Waldemme austrocknen, befürchten die Umweltverbände.

Bildlegende: So wie dieser Bach, könnte auch die Entlebucher Waldemme austrocknen, befürchten die Umweltverbände. Keystone

Besonders kritisiert wird, die Projekte gefährdeten den Lebensraum verschiedenster Tierarten. Ausserdem würde der gewonnene Strom zu teuer und damit nicht konkurrenzfähig.

Das Elektrizitätswerk Nidwalden hat ihr Projekt Sulzli vorläufig sistiert. Man warte nun auch auf klarere politische Vorgaben, wie die Energiewende bis 2050 geschafft werden solle. Die Zentralschweizerischen Kraftwerke (CKW) arbeiten am 32-Millionen-Projekt in der Entlebucher Lammschlucht zwischen Schüpfheim und Flühli weiter.

Das Wasserkraftwerk soll rund 4'200 Haushalte in der Unesco-Biosphäre Entlebuch mit Strom versorgen. Die CKW habe zwar mit Kritik der Umweltverbände gerechnet, sagt Projektleiter Paul Hürlimann gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz. Die Argumente seien zum Teil aber emotional und der Ton sei scharf.

Daniel Heusser von WWF Schweiz entgegnet, eine gewisse Emotionalität in dieser Sache sei angebracht. Ausserdem wehrt er sich gegen den Vorwurf, die Umweltverbände würden mit ihren Beschwerden die Energiewende ins Wanken bringen.