«Unser Stall auf dem Hof ist sicherlich nicht 08/15»

Landwirtschaftsland kommt immer mehr unter Druck. Aber auch neue Bauten für die Bauern selber brauchen mehr Platz. Wie man einen neuen, grossen Stall bauen und trotzdem das Land schonen kann, dazu hat sich Familie Schuler aus Schwyz Gedanken gemacht. Ihre Lösung: Ein Stall auf zwei Stockwerken.

Auf dem Bauernhof Oberes Herrenfeld oberhalb von Schwyz herrscht viel Betrieb. Es werden gerade Ferkel angeliefert. Diese laufen aus einem Lastwagen über einen Metallsteg direkt in den Schweinestall, wo ihre älteren Artgenossen bereits auf sie warten.

Der Schweinestall, der insgesamt 170 Schweinen Platz bietet, befindet sich im oberen Stock einer 19 Meter hohen Scheune. Auf diesem Stock sind auch landwirtschaftliche Fahrzeuge parkiert und Heu wird gelagert. Im unteren Stock gibt es Platz für 31 Kühe.

«Unser Stall ist sicherlich nicht 08/15», sagt Xaver Schuler, der zusammen mit seinem Vater den Hof betreibt. Als sie den Hof ausbauen wollten, seien sie auf die Idee mit dem zweistöckigen Stall gekommen. Wegen des neuen Tierschutzgesetzes braucht es mehr Platz für die Tiere.

Zwei Jahre Bauzeit

Ein neuer Stall neben dem alten wäre zwar günstiger gewesen. «Das hätte jedoch zu viel Kulturland weggefressen», erklärt der 39-Jährige. Nach zwei Jahren Bauzeit ist nun der Stall fast fertig. Xaver und sein Vater Josef Schuler haben praktisch alles in Eigenregie realisiert.

Auf dem Dach des Stalles ist weiter eine Photovoltaikanlage installiert. In der Region und in dieser Grösse ist ein zweistöckiger Stall eine Premiere. Deshalb habe er auch schon viele Reaktionen erhalten. «Ein paar Interessierte nahmen sogar schon einen Augenschein auf dem Hof», so Schuler.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr