Untersuchung wegen Polizeivorfall in Luzern

Die Luzerner Staatsanwaltschaft untersucht einen Vorfall bei der Luzerner Polizei. Dabei muss sie unter anderem klären, ob Polizisten eigenmächtig Fotos von der Kamera eines Luzerner Journalisten gelöscht haben oder nicht.

Zentrale der Luzerner Polizei.

Bildlegende: Neue Vorwürfe an die Adresse der Luzerner Polizei. Keystone

Der Luzerner Journalist Herbert Fischer hat am Sonntag in Luzern fotografiert, wie Polizisten eine Frau festnehmen wollten. Weil er sich nicht sofort ausweisen konnte, nahm ihn die Polizei in Handschellen auf den Posten mit. Laut dem Journalisten löschten sie ihm dort seine Bilder.

Kurt Graf, Mediensprecher der Luzerner Polizei bestätigte auf Anfrage zwar den Vorfall am Sonntagabend bei der Franziskaner-Kirche. Ob die besagten Fotos tatsächlich von der Digital-Kamera des Journalisten gelöscht wurden, konnte er jedoch weder bestätigen noch dementieren.

Staatsanwaltschaft untersucht Vorfall

Die Staatsanwaltschaft sei umgehend eingeschaltet worden, sie untersuche nun neben den Umständen der Festnahme auch, ob Bilder widerrechtlich gelöscht worden sind und wenn ja, von wem, sagt Graf weiter. Ein Richter müsse entscheiden, unter welchen Umständen Bilder gelöscht werden dürften.

Herbert Fischer will nun auf eigene Faust den Datenträger seines Fotoapparates extern prüfen lassen und die Bilder genauer untersuchen. Weiter prüfe er eine Anzeige gegen die Luzerner Polizei, bestätigte der Journalist auf Anfrage.