Unterwegs auf dem See bei Sturm: Was es zu beachten gilt

Wenn sich der Himmel über dem Vierwaldstättersee dunkel verfärbt und der Wind die Wellen aufpeitscht, müssen Schiffführer genau wissen, wie sie sich zu verhalten haben, damit sie kein Risiko eingehen. Was für Amateure stressig sein kann, ist für Kapitäne von Kursschiffen kein grosses Problem.

Kursschiff «Flüelen» fährt in Gewtter auf dem Vierwaldstättersee.

Bildlegende: Stürme sind für Kursschiffe wie die «Flüelen» auf dem Vierwaldstättersee kein Problem. Keystone

Wenn über dem Vierwaldstättersee ein Gewitter aufzieht, sendet Meteo Schweiz der Polizei eine Meldung, die Einsatzleitzentrale der Luzerner Polizei löst daraufhin die Sturmwarnung aus. Das orange Signal am Seeufer blinkt dann langsamer oder schneller, je unmittelbarer der Sturm zu erwarten ist.

«Viele Leute auf dem See haben keine Ahnung, wie sie sich bei Sturm zu verhalten haben und geraten in Panik», erklärt René Sennhauser, der Chef der Wasserpolizei Luzern. Deshalb müsse er bei Sturmwarnungen auf den See und nach Leuten in Seenot Ausschau halten. Die meisten seien aber vernünftig und würden bei diesem Wetter das Schicksal nicht unnötig herausfordern.

Für grosse Passagierschiffe, wie beispielsweise Kursschiffe, stellen Gewitter kein Problem dar. Diese Schiffe seien mit den nötigen Hilfsmitteln ausgerüstet, um auch bei schlechter Sicht genau manövrieren zu können.

Blitze für Schiffe kaum ein Problem - für Schwimmer oft tödlich

Ein weiteres Problem von Gewittern auf dem See können Blitzeinschläge sein. Während für Schwimmer ein Gewitter mit Blitzen tödliche Folgen haben kann, seien Schiffe kaum von Blitzeinschlägen betroffen. «Wasser hat die grössere Anziehungskraft auf Blitze», erklärt der Luzerner Wasserpolizei-Chef René Sennhauser.