Uri hat ein neues Rezept gegen Ärztemangel

Uri ist der Kanton mit den wenigsten Hausärzten der Schweiz. Mit der Vernetzung von Medizinern möchte der Kanton jungen Urnerinnen und Urnern Jobs in ihrem Heimatkanton schmackhaft machen.

Eine Ärztin hört einen Patienten mit einem Stethoskop ab.

Bildlegende: Der Kanton Uri hat Schwierigkeiten genügend Hausärzte zu finden. Keystone

Mit dem Ärztenetzwerk «uriMED» sollen junge Mediziner untereinander vernetzt werden. Ausserdem werden Vorträge von Fachärzten angeboten und es wird über freie Stellen im Kanton informiert. Die Urner Gesundheitsdirektorin Barbara Bär ist zuversichtlich, dass sich mit diesem System mehr Mediziner finden lassen und vertraut dabei «auf die starken Wurzeln der Urnerinnen und Urnern».

Nicht die erste Massnahme

Das Projekt «uriMED» ist nicht die erste Massnahme, um mehr Ärzte in den Kanton zu holen. Seit 2008 werden Assistenzärztinnen und -ärzte finanziell unterstützt, welche an einem Urner Spital ein Praktikum absolvieren.

Weil in Uri momentan mehr Hausärztinnen und Hausärzte pensioniert werden, gibt es immer weniger Allgemeinpraktiker im Kanton. Dazu kommt, dass der Beruf bei den Medizinstudierenden keinen besonders guten Ruf geniesst. Dies hat unter anderem mit dem relativ niederigen Lohn im Vergleich zum Arbeitsaufwand zu tun.