Uri muss die Schafhaltung auf den Alpen anpassen

Auf 64 Urner Alpen weiden jeweils im Sommer über 15'200 Schafe. Nur knapp ein Drittel ist aber vor Grossraubtieren geschützt. Dies zeigt ein Bericht, den die Urner Regierung am Dienstag vorgestellt hat. Der Kanton will mit den Korporationen die Alpbewirtschafter beim Herdenschutz stärker beraten.

Schafe auf einer Alp im Engadin.

Bildlegende: Mit dem Aufkommen des Wolfs müssen die Schafe auf den Alpen besser geschützt werden. Keystone

Der Wolf zwingt die Urner Schafhalter, ihre Herden besser zu schützen. Auf fünf Alpen sind Herdenschutzmassnahmen umgesetzt oder die Voraussetzungen dafür geschaffen, wie es im Bericht zur Schafalpplanung Uri 2014/2015 heisst. 42 Alpen wären für Herdenschutzmassnahmen geeignet. Auf 17 Alpen hingegen sei dies schwierig.

Der grösste Teil der Alpen gehört den Korporationen Uri und Urseren. Sie sind unterschiedlich gut vorbereitet auf die Notwendigkeit des Herdenschutzes.

Der Bericht eines Berner Beratungsbüros für die Alpwirtschaft schlägt unter anderem vor, nicht schützbare Schafe auf andere Alpen zu verschieben, wo ein Herdenschutz einfacher realisierbar ist. Diese könnten mehr Tiere aufnehmen.

In Zukunft brauche es mehr Personal auf den Alpen, ausserdem Geld, um den Aufwand zu entschädigen. Der Kanton will Schafhalter und Korporationen beim Schutz ihrer Herden beraten und unterstützen.