Uri regelt mit SBB Notfallplan für Gotthard-Basistunnel

Bei einem Notfall im Nordteil des Gotthard-Basistunnels sollen Rettungsleute aus Uri den SBB zu Hilfe eilen. Die Tunnelbetreiberin und die Urner Regierung haben sich auf den Notfallplan für den Betrieb ab Juni geeinigt. Uri erhält dafür 736'000 Franken pro Jahr.

Ein Zug fährt durch den Neat-Tunnel.

Bildlegende: Wenn im Neat-Tunnel ein Notfall passiert, übernimmt Uri von Norden her den Rettungseinsatz. Keystone

Anfang Juni wird der 57 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel zwischen Erstfeld und Biasca eröffnet. Gemäss dem ausgehandelten Papier ist bei Notfällen der Kanton Tessin von Süden her verantwortlich, im Norden der Kanton Uri.

Die Vereinbarung zwischen SBB und Urner Regierung sichert Uri eine jährliche Abgeltung von 736'000 Franken zu.

Bei einem Notfall zwischen dem Bahnhof Altdorf und dem Tunnelabschnitt Graubünden kommen neben der Betriebswehr der SBB die Urner Chemiewehr, Feuerwehren aus Erstfeld und Silenen sowie Rettungsleute des Kantonsspitals Uri zum Einsatz. Bei einem Grossereignis sollen auch Feuerwehrleute aus Schwyz, Sarnen, Luzern, Emmen und Zug anrücken.

Das Urner Parlament entscheidet am 25. Mai über die Umsetzung des Interventionskonzepts. Die Vereinbarung ist Voraussetzung dafür, dass das Bundesamt für Verkehr die Bewilligung für den Betrieb erteilt.