Uri und Obwalden buhlen um neues Schneesportzentrum

Jugendliche sollen sich wieder stärker für Wintersport interessieren. Der Bund will deshalb ein nationales Schneesportzentrum aufbauen. Das Interesse der Kantone ist gross. Nebst Uri und Obwalden wollen sich weitere Regionen als Standort bewerben.

Jugendliche sind mit ihren Snowboards im tiefen Schnee unterwegs.

Bildlegende: Snowboarden oder Skifahren soll bei Jugendlichen wieder beliebter werden. Keystone

Im geplanten neuen Zentrum sollen Schulen günstig Schneesportlager durchführen können. Sportstudenten sollen dort ihre Aus- und Weiterbildung absolvieren können und das Zentrum muss den Ansprüchen des Leistungssports genügen.

Der Bund will mehrere Millionen Franken in den Aufbau des nationalen Schneesportzentrums investieren. «Der genaue Betrag steht noch nicht fest. Er dürfte aber in zweistelliger Millionenhöhe sein», sagt Kurt Henauer, Sprecher des Bundesamtes für Sport.

Im Kanton Uri wird das Bewerbungsdossier für Andermatt am Dienstag von der Regierung verabschiedet. «Wir erhoffen uns einen grossen wirtschaftlichen Vorteil», begründet Regierungsrat Beat Jörg die Urner Bewerbung. Pro Jahr könnte mit gegen 70'000 Übernachtungen gerechnet werden.

Ähnlich tönt es im Kanton Obwalden. «Für Engelberg wäre das Schneesportzentrum ein Gewinn und eine Aushängeschild für kommende Generationen», glaubt Regierungsrat Franz Enderli.

Ende September läuft die Bewerbungsfrist ab. Nebst Engelberg und Andermatt bewerben sich auch die Kantone Graubünden, Bern, Wallis und St. Gallen um das Zentrum. Der Bund will bis Ende Jahr einen ersten Entscheid fällen.