Urner Darm-Spezialist geht in Pension

Vor 25 Jahren kam der Basler Urs Marbet als Chefarzt ans Kantonsspital Uri. Dort übernahm er eine führende Rolle in der Darmkrebs-Prävention, die ihm auch internationale Anerkennung einbrachte. Jetzt geht er in Pension, bleibt seinem Forschungsprojekt in Uri aber weiterhin treu.

Urs Marbet im Studio Luzern.

Bildlegende: Der gebürtige Basler bleibt Uri auch in der Pension treu: «Ich bin ein bisschen verliebt in den Kanton Uri.» SRF

Im Jahr 2000 hat Urs Marbet ein erstes Forschungsprojekt zum Thema lanciert und mit seinen Studien dafür gesorgt, dass die Vorsorgeuntersuchung gegen Darmkrebs schweizweit von den Krankenkassen bezahlt wird. In Uri übernimmt der Kanton zudem seit 2012 im Rahmen eines Projekts den Selbstbehalt für solche Untersuchungen.

«Schämst du dich nicht?»

Mit seiner Arbeit hat Urs Marbet in Uri dafür gesorgt, dass die Darmkrebs-Prävention mit Spiegelung und Stuhlprobe kein Tabu mehr ist: «Als ich dieses Projekt lanciert habe, wurde ich schon mal gefragt: 'Schämst du dich nicht?', heute kommt es auch vor, dass ich in einem Restaurant auf meine Arbeit angesprochen werde.»

Begeisterter Sportler

Während seiner Zeit im kleinen Kanton Uri ist ihm aber nicht nur die Arbeit ans Herz gewachsen: «Ich bin ein bisschen verliebt in den Kanton Uri. Ich gehe wahnsinnig gerne in die Berge, fahre gerne Ski - gerne auch abseits der Pisten. Der Kanton Uri bietet ideale Bedingungen.»

Wenn Marbet Ende Oktober sein Amt abgibt, wird er dem Spital aber treu bleiben und weiterhin in einem 20-Prozent-Pensum für die Darmkrebsprävention arbeiten.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr