Abbau von Poststellen Urner Gemeinde Wassen wehrt sich

Die Gemeinde Wassen will nicht hinnehmen, dass die Post im Dorf geschlossen wird. Mit einer Protestveranstaltung wehrt sie sich gegen den Abbau. Die Post sei auch für umliegende Gemeinden wichtig, sagt Gemeindepräsidentin Kristin T. Schnider.

Menschen mit gelben Ballonen

Bildlegende: Laut den Veranstaltern nahmen rund 130 Personen an der Kundgebung in Wassen teil. zvg/Gemeinde Wassen

«Wassen liegt im Zentrum des Urner Oberlands», so Schnider im Gespräch mit Radio SRF. Von Wassen aus zweigen Seitentäler ab, links und rechts liegen Göschenen und Gurtnellen. «Alle drei Gemeinden müssen kämpfen, gegen die Abwanderung und für den Dorfladen; wenn jetzt auch die Post verschwindet, dann fragen sich die Leute erst recht, warum sie hier wohnen sollen.»

Kirche und Post sollen bleiben

«Die Kirche bleibt im Dorf - die Poststelle auch!», so lautete der Aufruf zur Protestveranstaltung vom Samstag, welche die Gemeinde zusammen mit der Gewerkschaft Syndicom durchführte.

Rund 130 Personen taten ihren Unmut über die Abbaupläne kund. «Für den Gemeinderat ist das ein Auftrag, sich in den Gesprächen mit der Post weiter für die Poststelle in Wassen einzusetzen», sagt Kristin Schnider.

Die Post will in Uri nur noch drei Poststellen garantieren, in Altdorf, Andermatt und Erstfeld. Die restlichen Filialen stehen zur Diskussion oder sollen durch Partnerbetriebe oder Hausservice abgelöst werden.