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Zentralschweiz Urner Landammann begrüsst neue Regeln auf dem Rütli

Bisher war es den politischen Parteien nicht erlaubt, Versammlungen auf der Rütliwiese abzuhalten. Ab nächstem Jahr gelten neue Regeln: Künftig dürfen auch politische Veranstaltungen stattfinden. Allerdings unter Auflagen. Die Rütli-Verwalterin habe richtig entschieden, heisst es aus Uri.

Blick auf die Rütliwiese.
Legende: Auf dem Rütli dürfen künftig auch Parteiversammlungen stattfinden. Keystone

Man werde Veranstaltungen von Parteien künftig nicht mehr verbieten, erklärt der Geschäftsleiter der Gemeinnützigen Gesellschaft, Lukas Niederberger gegenüber dem Regionaljournal und bestätigt eine Meldung des «Blick». Trotzdem hält die SGG an Regeln fest. Reine Propagandaveranstaltungen und Versammlungen von extremistischen Gruppierungen werde man weiterhin nicht tolerieren. Und auch in Zukunft braucht es eine Bewilligung für Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Im Zweifelsfall werde die SGG sich mit den Sicherheitsbehörden des Kantons Uri absprechen. Sie könnten unter Umständen Gesuche auch ablehnen, sagt Lukas Niederberger.

Erfreut über das neue Regime zeigt sich der Urner Landammann Josef Dittli «Wir begrüssen diesen Entscheid der Rütliverwalterin. Die Wiese soll allen zugänglich sein. Ich gehe nicht davon aus, dass das Rütli nun für politische Zwecke missbraucht wird».

Bisher durften keine politischen Veranstaltungen auf dem Rütli stattfinden. In der Vergangenheit hatte es aber bereits politische Versammlungen gegeben. So kam die SVP einmal auf der Wiese über dem Urnersee zusammen. Und mehrmals versammelte sich auch die rechtsextremistische Pnos auf dem Rütli.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    ich muss korrigieren: Samuel Schmid, der von der PNOS seinerzeit ausgepfiffen wurde, war zwar auch ein SVP Bundesrat, aber nur ein halber SVPler. Er provozierte damals die Rechtsautonomen mit linksideologischen Äusserungen betr. Integration.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Hätte es auch so ein Affentheater um die 1. Augustfeiern auf dem Rütli gegeben, wenn Linksradikale Extremisten einen Redner aus dem Hause SVP ausgepfiffen, oder Verwüstungen angerichtet täten? Der Rütli-Attentäter, der damals einen Anschlag auf Micheline Calmy-Rey verüben wollte, war bestimmt kein Rechtsautonomer. Denn bekanntlich ist den PNOS das Rütli extrem heilig.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Zensurierte Veranstaltungen auf dem Rütli, der Geburtsstätte der Freiheit und des freien Denkens. Ein totaler Widerspruch. Auch in Zukunft wird nur die eine heilige Allianz von Gemeinnützigen auf dem Rütli den Tarif durchgeben. Ach, waren das noch herrliche Zeiten, in denen das Rütli noch an 365, resp. 366 Tagen im Jahr für jedermann frei zugänglich war.
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