Urner Landräte sollen für ihre Arbeit mehr Geld erhalten

Die Entschädigungen für Parlamentsarbeit im Kanton Uri sind die tiefsten in der Zentralschweiz. Deshalb sei eine Erhöhung gerechtfertigt, findet die Urner Regierung. Obwohl das Volk dies 2006 abgelehnt hatte.

Das Urner Kantonsparlament

Bildlegende: Die Arbeit im Urner Parlament soll besser entschädigt werden. SRF

Seit 2004 erhalten die Urner Landräte für ganztägige Sitzungen 160 Franken, für halbtägige Sessionen 105 Franken. In den übrigen Zentralschweizer Kantonen sind die Ansätze rund doppelt so hoch. Neu sollen die 64 Urner Kantonsparlamentarier ein Fixum und höhere Sitzungsgelder erhalten.

Dies obwohl das Urner Stimmvolk 2006 in einem Referendum höhere Entschädigungen mit 67,5 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt hatten. Die in Uri geltenden Entschädigungen seien im Vergleich zu den umliegenden Kantonen nach wie vor bescheiden, schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort auf eine Motion von Marlies Rieder (CVP).

Die Suche nach möglichen Kandidaten werde durch die aktuellen Entschädigungsansätze eher benachteiligt, hält der Regierungsrat fest. Mit einer Erhöhung der Ansätze sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es allen ermögliche, ein Landratsmandat zu übernehmen.