Urner Landrat will mehr Lohn

Die 64 Urner Kantonsparlamentarier sollen künftig gleich viel Lohn wie ihre Ratskollegen in anderen Zentralschweizer Kantonen erhalten. Der Landrat stimmte einem entsprechenden Vorstoss klar zu. Dies aber nicht ohne zu erwähnen, dass es «heikel» sei, sich selber den Lohn zu erhöhen.

der parlamentssaal während einer Debatte.

Bildlegende: Der Urner Landrat verdient pro Sessionstag 160 Franken. SRF

Der Vorstoss von Landrätin Marlies Rieder (CVP) wurde mit grossem Mehr für erheblich erklärt. Der Urner Regierungsrat ist damit angehalten, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie die Löhne der Landräte in Zukunft angepasst werden könnten.

Rieder verlangt in ihrer Motion ein Fixum und höhere Sitzungsgelder für die Parlamentarier. Seit 2004 erhalten die Landräte für ganztägige Sitzungen 160 Franken, für halbtägige Sessionen 105 Franken. In den übrigen Zentralschweizer Kantonen sind die Ansätze rund doppelt so hoch.

Volk hat Nein gesagt

Die Urner Bevölkerung hat sich in der Vergangenheit bereits mit den Landratslöhnen befasst: 2006 hatte das Stimmvolk in einem Referendum eine Revision der Nebenamtsverordnung und damit höhere Entschädigungen abgelehnt.