Urner Politapéro: «Es war sehr aufschlussreich»

Am Urner Politapéro stellten sich die Regierungsratskandidatinnen und -kandidaten den Fragen von Medienschaffenden. Rund 300 Personen verfolgten interessiert die Talks. Neben Diskussionen über Wirtschaft, Finanzen oder Asylwesen, gab es auch Amüsantes über Jugendsünden oder Lügen zu hören.

Bild Podium

Bildlegende: Karin Portmann (SRF) und Bruno Arnold (NUZ) nehmen die Regierungsratskandidaten in die Zange. SRF

Der Urner Politapéro hat zum Ziel, den Kandidaten auf den Zahn zu fühlen, gleichzeitig aber auch zu unterhalten. Die Veranstaltung des «Regionaljournal Zentralschweiz» von Radio SRF, der «Neuen Urner Zeitung» und von «Politcast Uri» stiess auf grosses Interesse. Rund 300 Personen besuchten am Sonntagvormittag den Anlass in Altdorf. Das Publikum zeigte sich begeistert: «Es war sehr aufschlussreich, wie sich die Kandidaten den Fragen gestellt haben», sagte eine Zuhörerin. Ein anderer Politapérobesucher meinte: «Ich habe zwar bereits gewählt, aber meine Meinung wurde heute bestärkt.»

Heisse Themen und heisser Stuhl

Die zehn Regierungsratskandidatinnen und -kandidaten haben in Kleingruppen über Themen wie Wirtschaftsförderung, Asylwesen, Finanzpolitik oder Neat diskutiert. Dazwischen mussten sich jede und jeder auf dem heissen Stuhl den Fragen von Politcast stellen. Dabei erfuhr das Publikum unter anderem wer schon gelogen oder gekifft hat.

«Lucky Landrat»

Im Kanton Uri kandidieren insgesamt 146 Personen für das Parlament. Stellvertretend wurde ein Landratskandidat per Los zum «Lucky Landrat» gekürt. Das Losglück traf das linke, politische Urgestein Viktor Nager. Er durfte die Gunst der Stunde nutzen und erklären, warum er im Landrat politisieren will und warum man ihm die Stimme geben soll.

Parteianalysen und Kaffeesatzlesen

Die Ausgangslage für die Urner Gesamterneuerungswahlen ist äusserst spannend. Der SP droht der Rauswurf aus der Regierung, die SVP versucht einen zweiten Sitz zu erobern und ein wilder Kandidat mischt die Runde auf. Die Parteileitungen von CVP mit Parteipräsidentin Christine Widmer Baumann, der FDP mit Präsident Matthias Steinegger, dem Wahlkampfleiter der SVP, Martin Huser und SP-Wahlchef Sebastian Züst, haben sich in die Karten blicken lassen. Der Urner Politologe Tobias Arnold hat abschliessend festgehalten, dass es voraussichtlich zu einem 2. Wahlgang kommen und durchaus in einem Zweikampf SVP gegen SP enden könnte.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr