Urner Regierung möchte Furka-Bahn besser schützen

Der Bau einer Galerie für die erhöhte Wintersicherheit auf der Furkastrasse von Hospental nach Realp ist nach Ansicht der Urner Regierung zu teuer und bringt zu wenig. Sie spricht sich dafür zum Schutz der Bahnlinie aus.

Der Urner Landrat verlangte im November 2010 von der Regierung die Ausarbeitung einer Vorlage für eine rund 1,5 Kilometer lange Lawinenschutzgalerie im Strassenabschnitt Böschen auf der Furkastrasse. Laut einem Antrag ans Parlament, beantragt nun der Regierungsrat, wie auch die Baukommission, das Projekt fallen zu lassen.

Im langjährigen Durchschnitt sei die Furkastrasse zwischen Hospental und Realp im Winter pro Jahr zirka zwei bis vier Tage gesperrt. Eine Galerie würde die Verfügbarkeit der Strasse im Durchschnitt lediglich um einen bis eineinhalb Tage pro Jahr erhöhen. Die Baukosten für eine Galerie würden sich laut Schätzungen auf 30 Millionen Franken belaufen. Dieser Betrag übersteige die finanziellen Möglichkeiten des Kantons, schreibt die Regierung.

Deshalb setze der Regierungsrat auf die baulichen Massnahmen zum Schutz der Bahnlinie, um im Winter die Verbindung von Andermatt nach Realp zu gewährleisten. Mit dem Bau von sechs Auffangdämmen entlang der Matterhorn-Gotthard-Bahn werde die Erreichbarkeit von Realp auf der Schiene weiter verbessert. Die Kosten für die baulichen Massnahmen würden sich auf geschätzte 10 Millionen Franken belaufen.