Bristenstrasse im Parlament Urner Regierung muss Notverbindung prüfen

Nach den Felsstürzen auf die Bristenstrasse will das Parlament eine zusätzliche Erschliessung abklären lassen.

Felssturz

Bildlegende: Immer wieder blockieren Felsstürze die Bristenstrasse - nun soll eine Noterschliessung geprüft werden. SRF

Der Urner Regierungsrat muss nun prüfen, ob das Dorf nicht auch noch mit einer Notstrasse erschlossen werden könnte. Diese könnte bei einem Felssturz oder einem anderen Ereignis benutzt werden. Der Landrat folgte dem Antrag der Regierung.

Im Parlament war man der Meinung, dass eine Noterschliessung nachhaltiger wäre, als jeweils im Ereignisfall eine komplette Notorganisation aufzuziehen. Die Diskussion im Rat war angesichts der Einigkeit kurz.

Rolf Jauch (FDP) sagte, es gebe Möglichkeiten, mit relativ wenig Aufwand eine Noterschliessung zu erstellen. Dabei könnten auch Varianten mit dem Forstwesen geprüft werden.

Mehrere Sperrungen in der Vergangenheit

Nach längeren Sperrungen 1995 und 2003 war am 5. März dieses Jahres ein rund zehn Meter langes Stück der schmalen und mit engen Kurven versehenen Strasse zwischen Amsteg im Tal und Bristen am Hang abgerutscht.

Verletzt wurde niemand. Während der Sperrung wurde die Standseilbahn eines nahen Kraftwerks vorübergehend wieder in Betrieb genommen.

Kurz vor Fertigstellung der Sanierungsarbeiten ging am 2. Mai an anderer Stelle erneut ein Steinschlag auf die Strasse nieder. Diese blieb für die Räumungsarbeiten erneut für mehrere Tage zu.