Urner Regierung ordnet externe Untersuchung bei Polizei an

Die Urner Regierung lässt die Abläufe bei der Polizei im Fall um mutmasslich gefälschte Arbeitsrapporte eines Urner Polizisten extern untersuchen. Sie wolle damit jeden Eindruck von Befangenheit ausschliessen, teilt die Urner Regierung am Freitag mit.

Urner Polizist mit Abzeichen.

Bildlegende: Die Abläufe bei der Urner Polizei werden durch eine Zürcher Juristin abgeklärt. Keystone

Mitte April machte die «Neue Urner Zeitung» publik, dass die Urner Sicherheitsdirektion gegen einen Polizisten Strafanzeige wegen Betrugs und Urkundenfälschung eingereicht hatte. Der Polizist mit leitender Funktion soll Arbeitsrapporte gefälscht haben.

Er arbeitet nicht mehr bei der Polizei. Sicherheitsdirektor Beat Arnold beauftragte den Polizei-Kommandanten, die Abläufe im Fall intern zu untersuchen. Der eigentliche Fall wird von der Staatsanwaltschaft untersucht.

Um jeden Eindruck der Befangenheit auszuschliessen, bat der Polizeikommandant den Sicherheitsdirektor, ihn vom Auftrag zu entlasten, so die Mitteilung. Die Regierung beauftragte nun eine Zürcher Rechtsanwältin mit den Abklärungen.

Die Regierung bedauert, dass der Fall öffentlich wurde. Sie verurteile die Amtsgeheimnisverletzung. Das Amt für Kantonspolizei und eine Privatperson reichten Strafanzeige gegen Unbekannt ein.