Urner Regierung vekauft Stollen Ripshausen an Korporation

Nicht der Meistbietende, sondern die Koporation Uri kann die Stollenanlage Ripshausen in Ersfeld kaufen. Sie bezahlt 330'000 Franken. Die Urner Regierung hat ihren ursprünglichen Entscheid bestätigt. Das Parlament wollte, dass die Anlage dem Meistbietenden überlassen wird.

Der Verkauf an die Korporation sei die wirtschaftlich günstigste Lösung, teilte die Regierung am Freitag mit. Neben dem Preis seien auch andere Kriterien berücksichtigt worden. Als Partnerin der öffentlichen Hand biete die Korporation Gewähr für ein regionalwirtschaftlich abgestütztes Projekt.

Die Korporation will den Vorplatz und die Waldfläche der Korporationsbürgergemeinde Erstfeld vermieten. Im Stollen will die Gotthard Pilze GmbH Pilze züchten.

Nachträglicher Vergleich gescheitert

Der Urner Landrat hatte 2011 empfohlen, die Anlage dem Meistbietenden anzubieten. Ein Privater hatte 500'000 Franken geboten, bekam den Zuschlag aber nicht.

Regierungsrat Markus Züst erklärte damals im Landrat, dass der Kanton gegenüber den Vertragspartnern bereits Verpflichtungen eingegenen sei. Zudem befürchtete die Regierung Klagen auf Schadenersatz .

Ein nachträglicher Vergleich zwischen den Parteien sei gescheitert, heisst es nun in der Mitteilung der Regierung. Da sich die Stollenanlage im Finanzvermögen befinde, habe der Regierungsrat alleine über den Verkauf entscheiden können. Der von der Korporation Uri offerierte Kaufpreis liege deutlich über der Verkehrswertschätzung von 273'800 Franken.