Urner Talboden soll durch neue Strasse entlastet werden

Die neue West-Ost-Verbindung (WOV) im Urner Talboden soll von Schattdorf über eine Brücke beim RUAG-Areal zur Autobahn führen. Die Urner Regierung favorisiert diese Variante, um die Siedlungsräume und den Schächenwald zu schützen.

Der Urner Talboden aus der Vogelperspektive.

Bildlegende: Der Urner Talboden soll durch die neue Ost-West-Verbindung vom Verkehr entlastet werden. Keystone

Die Linienführung, welche nun vertieft geprüft wird, wahre die Interessen der Siedlungsräume, der Arbeitsplätze in der Industriezone RUAG sowie der schützenswerten Naturzone Schächenwald, sagt der Urner Baudirektor Markus Züst gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz.»

«Es ist ein Kompromiss zwischen Wohnen, Wirtschaft und Natur», nennt Markus Züst die Vorteile der Variante «Querung.» Andere Varianten waren in der Bevölkerung heftig umstritten, weil Häuser abgerissen worden wären.

«Rechne trotzdem mit Einsprachen»

Baudirektor Markus Züst geht trotzdem davon aus, dass es zu Einsprachen kommen wird. «Anwohner, die unmittelbar an der neuen Strasse wohnen, werden wohl kaum Freude haben.» Deshalb würde zusätzlich in den Lärmschutz investiert.

Urner Stimmvolk hat das letzte Wort

Ende August soll das Urner Kantonsparlament den Kredit für die neue Strassenverbindung behandeln. Die Volksabstimmung ist für Ende Jahr vorgesehen.

Die neue West-Ost-Verbindung soll die am dichtesten bewohnten Gebiete im Urner Talboden Flüelen, Altdorf und Schattdorf vom Durchgangsverkehr entlasten. Die Strasse ist Teil des Gesamtkonzepts Unteres Reusstal.