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Vegane Ernährung Initiative geht dem Luzerner Stadtrat zu weit

Der Luzerner Stadtrat lehnt die Initiative Nachhaltige und faire Ernährung ab. Die Forderungen gehen ihm zu weit.

Tomaten, Peperoni, Zwiebeln, Sellerie und anderes Gemüse.
Legende: Im Personalrestaurant der Stadtverwaltung soll die vegetarische Ernährung gefördert werden. Keystone

Der Fokus der Initiative liegt primär auf der Förderung der pflanzlichen Ernährung. Sie verlangt unter anderem die Förderung des vegetarischen und veganen Ernährungsangebots in Verpflegungsbetrieben öffentlich-rechtlicher Anstalten.

Die einzige Verpflegungseinrichtung der Stadtverwaltung sei nebst den Schülerhorten das Personalrestaurant Salü im Stadthaus. Hier bestehe ein «reichhaltiges, variierendes Angebot in Buffetform», hält der Stadtrat fest. Man könne sich gut vegetarisch ernähren.

Stadtrat will Gegenvorschlag

Ausser Acht gelassen werden Aspekte wie Qualität der Lebensmittel, Transport, Bodenbewirtschaftungen oder Lebensmittelverschwendung, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung. Deshalb will er dem Volk einen Gegenvorschlag unterbreiten.

In diesem soll die Stadt noch expliziter als bisher verpflichtet werden, im Rahmen ihrer Zuständigkeit einen Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs zu leisten, der mit dem Konsum verbunden ist. Damit könnten die inhaltlich berechtigen Forderungen der Initianten angemessen aufgenommen werden.

Die Initiative und den Gegenvorschlag diskutiert das Luzerner Stadtparlament an ihrer Sitzung im Februar 2018.

Wer sind die Initianten?

Hinter der Initiative steht die Denkfabrik Sentience Politics Die Organisation setzt sich für die Interessen von empfindungsfähigen Lebewesen ein. In Zürich präsentierte der Gemeinderat einen Gegenvorschlag, dass sich die Stadt für eine umweltschonende Ernährung einsetzt. Dieser wurde an der Urne im November 2017 angenommen.

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